Honigglas mit Honiglöffel

Enzyme im Honig

Honig enthält Enzyme, die auch nach der Abfüllung weiter aktiv sein können und dadurch Konsistenz, Farbe und Geruch im Laufe der Zeit leicht verändern.

Die 5 wichtigsten Enzyme im Honig

Honig ist viel mehr als nur süß. Enzyme sind natürliche Eiweißstoffe, die bestimmte Vorgänge im Honig ermöglichen oder beschleunigen. Enzyme im Honig sind temperaturempfindlich. Bei längerer oder stärkerer Erwärmung kann ihre Aktivität abnehmen. Deshalb empfehlen wir, Honig nicht über 40 Grad zu erwärmen. Besonders wichtig sind diese 5:

1. Invertase

Sie spaltet Saccharose in Glukose und Fruktose. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung der Zuckerarten im Honig.

2. Diastase (Amylase)

Sie baut größere Zucker- und Stärkeverbindungen ab. Ihre Aktivität ist ein Bestandteil des natürlichen Enzymprofils von Honig.

3. Glukoseoxidase

Sie bildet aus Glukose unter anderem Gluconsäure und Wasserstoffperoxid. Diese Reaktionsprodukte gehören zu den natürlichen Bestandteilen und Eigenschaften von Honig.

4. Katalase

Sie baut Wasserstoffperoxid wieder ab und beeinflusst damit dieses empfindliche Gleichgewicht im Honig.

5. Saure Phosphatase

Sie gehört ebenfalls zum natürlichen Enzymprofil des Honigs. Dieses Enzym spaltet bestimmte Phosphatverbindungen und zeigt, wie komplex Honig zusammengesetzt ist.

Flüssiger Honig im Glas

Warum sich Honig nach der Abfüllung weiter verändert

Die natürlichen Enzyme im Honig bleiben nach der Abfüllung nicht einfach bedeutungslos. Sie sind Teil eines empfindlichen, lebendigen Naturprodukts und können dazu beitragen, dass sich Konsistenz, Farbe und Geruch im Laufe der Zeit verändern. Kristallisation, ein etwas anderer Duft oder ein leicht veränderter Farbton sind daher bei Honig nichts Ungewöhnliches.

Wertvoll und empfindlich

Honig ist ein komplex zusammengesetztes Lebensmittel. Seine Eigenschaften werden von natürlichen Bestandteilen und einer sachgerechten Verarbeitung geprägt.